Kleinmölsens Landfrauen fertigten ein neues Antependium


Leuchtende Farben für die Kirche

Kleinmölsens Landfrauen haben „ihre“ Kirche um einen Blickfang reicher gemacht: Beim Erntedank-Gottesdienst am 2. Oktober übergaben sie der Kirchgemeinde ein neues, in liebevoller Handarbeit gefertigtes Antependium. Damit bezeichnet man den textilen Behang, der die Stirnseite des Altartisches schmückt und im Laufe des Kirchenjahres und entsprechend der kirchlichen Feiertage mehrfach ausgewechselt wird. Ein Antependium ist mit seinen leuchtenden Farben und seiner künstlerischen Gestaltung auch ein schöner, voll Symbolik steckender Schmuck des Kirchenraumes.
Das trifft auch auf das neue Antependium für die Kleinmölsener Kirche zu. Mit seiner Grundfarbe GRÜN ist es künftig die längste Zeit des Kirchenjahres (in der Trinitatiszeit zwischen Pfingsten und Ewigkeits-Sonntag sowie in der Epiphaniaszeit zwischen Weihnachten und Passionszeit vor Ostern) in Gebrauch; ebenso natürlich die identische, kleinere Ausführung für das Lesepult.
Unter der Leitung von Edelgard Wiegand haben Hedwig Biener, Angela Burkhardt, Susann Fischer, Eleonore Hänsel, Eva Maria Keil, Ellen Martin, Monika Poppitz, Ute Reichardt, Sybille Schmalfuß, Elke Selle und Birgit Wybranietz fast 2 Jahre an den 400 Einzelteilen in 5 x 5 cm Größe gearbeitet, die dann zum Antependium zusammen gefügt wurden. Zuvor mussten natürlich Farbigkeit und Symbolik festgelegt werden, damit zum Schluss alles zueinander passte. Und das Schöne an dem Symbol ist, dass man es unterschiedlich deuten kann: als strahlendes Licht, das hell aus einer dunklen Schale empor strebt, als Schiff oder als erwachendes Leben aus einem Samenkorn – christliche Symbolik spricht mitunter Grundgedanken aus und regt zu eigener Interpretation an.
Schon 2003/04 haben die Kleinmölsener Landfrauen ein Antependium geschaffen, das mit seiner Grundfarbe WEISS den Hohen Feiertagen wie Ostern und Weihnachten vorbehalten ist. Anlass war seinerzeit das 400-jährige Baujubiläum der Kirche. Für diese Bereicherungen unserer Kirche gilt allen Beteiligten ein HERZLICHES DANKESCHÖN!

Text und Fotos: Frank Störzner