Rechtzeitig ist im Amtsblatt, in der Tageszeitung und am Weidenbogen zum Brückenfest am 9. September 2017 eingeladen worden. Mit ihm sollte der erfolgreiche Abschluss eines der größten Bauvorhaben in Kleinmölsen in den letzten Jahrzehnten gefeiert werden: die grundhafte Sanierung bzw. der Neubau von gleich drei Brückenbauwerken in der Ortslage. Hier fließen der Linderbach und der Mühlgraben, beide an der Flurgrenze zu Großmölsen in die Gramme mündend.

Die bestehenden Brücken waren inzwischen 185 bzw. 45 Jahre alt, marode und in keiner Weise mehr hochwasser-tauglich. Ihr Ersatz-Neubau wurde im Rahmen des Hochwasserprogramms des Landes Thüringen großzügig gefördert. Das war ein guter Grund zum Feiern, zum „Brückenfest“. Es fand stellvertretend für alle drei Brücken an der Brauhausbrücke statt, die ihrer Vorgängerin nachempfunden ist und die sich nach der Sanierung als architektonisches Kleinod des Ortes, als wahrer „Hingucker“, präsentiert. Ihre vier Geländerpfeiler ziert zudem das alte Siegelsymbol des Ortes, die Linde.

Der Gänseanger gleich hinter der Brücke war festlich geschmückt, und die hervor lugende Sonne passte wunderbar dazu. Bürgermeisterin Monika Poppitz dankte in ihrer Ansprache allen am Brückenbau Beteiligten, von denen einige der Einladung folgen konnten und einige ortstypische Präsente wie Kleinmölsen-Tassen und das Kleinmölsen-Buch entgegen nahmen. Dazu gehörten die Herren Schulz und Kühn vom Ingenieurbüro Kleb (Erfurt), das die Gemeinde bei der Stellung des Fördermittelantrages unterstützt und die Planung der Brücken übernommen hat. Die Ausführung erfolgte dann durch die BR Ingenieurbau GmbH (Elxleben), vertreten durch die Herren Beyer, Brömmer, Herzog und einige Mitarbeiter. Vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Gramme-Aue konnten Frau Fritz und Frau Rudolph begrüßt werden, des weiteren die Bürgermeister Tobias Ballin (Großmölsen) und Andreas Müller (Großrudestedt).

Den Ausführungen von Monika Poppitz folgte die Brückenweihe. Weil Pfarrer Arndt Bräutigam gerade an diesem Wochenende auf Fahrt mit den Konfirmanden war, hatte sich Pfarrerin Christiane Eckert aus Udestedt freundlich dazu bereit erklärt. Sie stimmte zunächst ein Lied über das Bauen von Brücken an: „Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen, gib mir den Mut zum ersten Schritt. Lass mich auf deine Brücken trauen, und wenn ich gehe, geh du mit.“ Sie sprach über das Verbindende von Brücken, die unverzichtbar sind und im übertragenen Sinne auch dafür sorgen, dass Menschen gemeinsam ihr Leben gestalten. Zur Erinnerung an die Fertigstellung von Brauhaus-, Kleiner Esels- und Rodeland-Brücke pflanzten die Landfrauen gleich nebenan eine Linde.

Anschließend waren alle zum gemütlichen Beisammensein eingeladen. Auf dem Gänseanger warteten Bratwurst, Kuchen, Bier, Brause und Kaffee sowie Hüpfburg, Kegelbahn, Geschicklichkeitsspiele und das immer wieder beliebte Kinderschminken durch Katrin Glaaß. Die frischen Klänge des Fanfarenorchesters Erfurt begleiteten die Feier.

Es war ein schöner und aufgrund des Anlasses zugleich bedeutsamer Nachmittag für Kleinmölsen, der in Erinnerung bleiben wird. Grund genug für Bürgermeisterin Poppitz, nochmals den Landfrauen und allen anderen Beteiligten ein großes Dankeschön auszusprechen! Über die Geschichte der drei und der weiteren Brücken in Kleinmölsen und seiner Gemarkung wird weiter im Amtsblatt berichtet.

Monika Poppitz / Frank Störzner

Unser Weihnachtsmarkt 2016

Der Kleinmölsener Weihnachtsmarkt am Vortag des Ersten Advent ist mittlerweile ein fester Termin im Jahreslauf geworden – diesmal also bereits am 26. November. Dank der Hilfe der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr unseres Ortes und anderer Helfer waren die Marktstände pünktlich bereit. Auch im Café hatten die Landfrauen die Tische gestaltet und die Weihnachtsdekoration von Kerstin Treppschuh gab dem Raum ein weihnachtliches Flair. Ab 14.30 Uhr kamen die Besucher und warteten geduldig auf das Programm der Kindergartenkinder. Eltern, Großeltern und Gäste lauschten gespannt den Liedern und Gedichten der Kinder und belohnten die kleinen Akteure mit Applaus. Hedi Biener hatte für jedes Kind eine Überraschung. Plötzlich klopfte es an die Tür und der Weihnachtsmann besuchte uns und überreichte den Kindern Süßigkeiten. Anschließend spielte der Kersplebener Posaunenchor weihnachtliche Weisen und erfreute damit alle Anwesenden. An den Ständen vor dem Bürgerhaus herrschte reger Betrieb. Bei den Weihnachtsdekorationen fiel die Wahl wieder schwer, denn alle Angebote waren wunderschön. Die „Wunderpäckchen“ wurden kritisch begutachtet, bevor eine Entscheidung fiel. Im Café nahmen viele Gäste Platz und plauderten. Natürlich ließen sich alle Kaffee und Kuchen schmecken. Die Glühweinstände waren dicht umlagert. Glühwein, Schokofrüchte und Pikantes vom Rost schmeckten vorzüglich. Die Landfrauen in der Bastelstube hatten auch gut zu tun. Viele Kinder fertigten Kleinigkeiten für die Weihnachtszeit an. Der Weihnachtsmarkt bot vielen die Möglichkeit, sich zu treffen und miteinander zu sprechen und so die Hektik des Alltags zu vergessen.
Herzlichen Dank allen Helfern.
Die Bilder von Frank Störzner geben einen kleinen Einblick.

Die Überraschung von Hedi Biener
Die Landfrauen haben vergangenes Jahr verschiedenartige Engelchen ausprobiert. Hedi Biener hat in Vorbereitung des Weihnachtsmarktes für jedes Kind ein Engelchen angefertigt und den Kindern als Dankeschön überreicht. Sie fand dazu nette Worte. Herzlichen Dank Hedi.

Monika Poppitz, Bürgermeisterin